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Informationen zum Wahlsystem bei Kommunalwahlen

Ein rotes Kreuz im schwarzen Kreis
Bei Kommunalwahlen wird - sofern mindestens zwei Listen zugelassen werden - nach den Grundsätzen einer mit Elementen der Personenwahl verbundenen Verhältniswahl gewählt.  Jede Wählerin und jederWähler hat in diesem System so viele Stimmen wie Sitze in der zu wählenden Körperschaft zu vergeben sind. Die Stimmen dürfen einzeln oder gehäuft (Kumulieren) an Bewerberinnen und Bewerber, auch aus verschiedenen Wahlvorschlägen (Panaschieren), vergeben werden. Möglich ist es auch, Wahlvorschläge unverändert anzunehmen, einzelne Bewerberinnen und Bewerber aus einem Wahlvorschlag zu streichen oder die verschiedenen Stimmenabgabemöglichkeiten zu kombinieren. Ausgiebige Informationen zu deb Stimmenabgabemöglichkeiten erhalten Sie in unserer beigefügten Präsentation (Download). Bitte beachten Sie, dass diese Präsentation ca. 13 Minuten dauert. Wer sich nur kurz über einzelne Aspekte der Stimmenabgabe informieren möchte, kann dies über den Navigationspunkt "Stimmenvergabe" tun. Hier steht Ihnen ein Fragenkatalog zur Verfügung.

Die Sitzverteilung erfolgt nach dem „Hare/Niemeyer-Verfahren".  - Die zu verteilenden Sitze werden mit der Stimmenzahl jeder Partei multipliziert und durch die Summe aller Stimmen der an der Sitzverteilung teilnehmenden Parteien geteilt. Als Ergebnis dieser Verhältnisrechnung erhält man für jede Partei eine „Kommazahl“. Jede Partei erhält zunächst so viele Sitze, wie ganze Zahlen (links vom Komma) auf sie entfallen, verbleibende „Reste“, das heißt noch nicht verteilte Sitze, erhalten die Parteien in der Reihenfolge der größten Bruchteile (rechts vom Komma). - Die einem Wahlvorschlag zugefallenen Sitze werden den Kandidaten in der Reihenfolge der von ihnen jeweils enthaltenen Personenstimmen zugeteilt; die Reihenfolge aus der Listenaufstellung spielt keine Rolle. An der Sitzverteilung nehmen alle Wahlvorschläge teil, eine Sperrklausel („Fünf-Prozent-Hürde“) gibt es nicht. Bitte beachten Sie auch unsere Powerpoint-Präsentationen "Informationen zur Sitzverteilung".

Wird dagegen nur ein einziger Wahlvorschlag zugelassen, wird nach den Grundsätzen der Mehrheitswahl gewählt. Auch hier hat jeder Wähler so viele Stimmen, wie Sitze zu vergeben sind; Kumulieren ist erlaubt.

© 2014 Der Landeswahlleiter für Hessen . Friedrich-Ebert-Allee 12 . 65185 Wiesbaden

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